Praxisbericht:
Frostschaden an verzinkter Stütze
Ausgangssituation
Im vorliegenden Fall sind die Stützen eines Balkons aufgrund von eingelagertem Wasser im Winter aufgefroren.
Doch wie kam es dazu?
Feuerverzinkte Hohlprofile benötigen für den Verzinkungsprozess Belüftungsöffnungen. Die im Bauteil enthaltene Luft dehnt sich aufgrund der Hitze im Verzinkungsbad aus und muss daher aus dem Bauteil entweichen. Die dafür notwendigen Öffnungen und Bohrungen können sich allerdings auch negativ auf die späteren Eigenschaften der Bauteile auswirken.
Die verbaute Rundrohrstütze wies bei der Ortsbegehung Bohrungen an der oberen Kopfplatte auf, der untere Teil wurde einbetoniert. Über diese Bohrungen auf der Oberseite drang über einen längeren Zeitraum Wasser in die Stützen ein, welches über das Fundament nicht entweichen konnte.
Ab einem gewissen Punkt war die Stütze bereits so stark mit Wasser gefüllt, welches sich beim nächsten Frost ausdehnte und diese „aufgesprengt“ hat.
Aufgrund der geschwächten Statik der Stütze wurde das Podest übergangsweise mit Baustützen unterbaut. Im nächsten Schritt wird diese dann demontiert und gegen eine neue Stütze ersetzt.